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Hiermit kündigen wir schon einmal die diesjährige Auftakt- Fahrradtour zum Stadtradeln:

4. Juni 2016 , Bargteheider Marktplatz , 10:20 Abfahrt nach Lütjensee

Das Ziel ist der Nordstrand des Lütjensees , wo wir ab 12:30 Uhr zusammen unser mitgebrachtes Picknick verzehren wollen. Wenn das Wetter mitspielt, besteht natürlich auch die Gelegenheit ein Bad im Lütjensee zu wagen.

Ort Streckenlänge Startzeit Treffpunkt
Ahrensburg ca. 15 km 10:30 Uhr Bahnhof Ahrensburg (Taxi Stand)
Bad Oldesloe ca. 23 km 10:00 Uhr Bahnhofsvorplatz
Bargteheide ca. 20 km 10:20 Uhr Marktplatz Utspann
Barsbüttel ca. 21 km 10:15 Uhr Am Akku
Reinbek ca. 24 km 10:00 Uhr Täbyplatz
Trittau ca. 9 km 11:15 Uhr Am Mühlenteich

1 Zum Tag der Erneuerbaren Energien veranstaltet die Klima-Ini a) am So 24.04. Exkursion mit dem Fahrrad zu Familie Kraus in Kayhude, Besichtigung der privaten Elektroladestation, evtl. Probefahrt mit dem E-Auto der Familie. Treffpunkt: 10:00 Uhr am Markt b) am Mo 25.04. 19:00 Uhr im Stadthaus Vortrag über E-Mobilität von Herrn Hanusch (Fa Renault) und Herrn Steinkamp (Fa. hy solution); vorher (ab 18:00 Uhr) Besichtigung eines E-Autos auf dem Markt.

2 Klimanauten – ein Konzept zur Verbreitung umweltbewussten Verhaltens durch geplante gesellige Abende in Privathaushalten, entwickelt von der Heinrich-Boll-Stiftung. Unsere Einschätzung: wenig zielführend. Wer schon umweltbewusst lebt, braucht (zumindest subjektiv) solche Abende nicht, die anderen dürften eher mit Ablehnung reagieren. Zu missionarisch. Zu zeitintensiv.

3 Sonstiges: Wolfgang: Wie erfolgreich ist die Energiewende? Die Energiewende hat an Schwung verloren. Es fehlt ein belastbares Konzept der Bundesregierung über den Energiemix und über die Ergänzung der (z.T. wetterabhängig im Ertrag schwankenden) Erneuerbaren durch (wetterunabhängige) Technologien. Viele Menschen fixieren sich auf die „Kinderkrankheiten“ der neuen Technologien und ziehen die ganze Idee der Wende in Zweifel. Es sind aber durchaus Fortschritte zu verzeichnen, die müsste man darstellen.

Idee: Öffentliche Veranstaltung der Klima-Ini zum Klimaschutz-Konzept, Arbeitstitel: 5 Jahre Klimaschutzkonzept – Was hat es gebracht?

Der Vortrag „Smart Country – Innovative Konzepte für die Stromverteilernetze“ von Dr. Torsten Hammerschmidt am 07.11.2013 hätte mehr Zuhörer verdient. Für die rund 20 Personen, die den Weg ins Stadthaus fanden, hat sich der Abend bestimmt gelohnt.

In gut verständlicher Form erklärte der Fachmann von RWE, warum die bestehenden Stromverteilernetze dem derzeitigen Boom der erneuerbaren Energien nicht gewachsen sind und was getan werden muss, im die Netzt zukunftsfähig zu machen.

Wir bekommen unseren Strom über drei Netze: Über die Fernleitung (Hochspannungsnetz) kommt er mit 200 000 Volt an den Wohnort. Dort wird er auf ein Mittelspannungsnetz auf 20 000 Volt heruntergefahren und schließlich über die bekannten grauen Kästen an den Straßen mit 230 Volt auf ein paar Straßenzüge bzw. Gebäude verteilt (Niedrigspannungsnetz).

Auf diesem Weg müssen in allen drei Netzen die Strommenge und die Stromspannung konstant gehalten werden.

Das war bisher relativ einfach, weil der Strom in wenigen großen Kraftwerken (Kohle, Gas, Kernkraft) gleichmäßig erzeugt wurde. Für eine große Zahl unterschiedlicher Stromquellen, die noch dazu unregelmäßig liefern (Wind, Biogas, Sonne) sind die bisherigen Netze und die Verteilertechnik nicht ausgelegt. Genau so wichtig sind die Neuerungen im Hinblick auf den Strommarkt. Um die Stromkosten gerecht zu verteilen, fehlen derzeit noch die richtigen Preis-, Ablese- und Verrechnungsmethoden.

Dr. Hammerschmidt von RWE sieht 4 Wege, um die Netze den gewachsenen Anforderungen anzupassen:

1. Verbesserte Messung und Steuerung über Computer (wo ist gerade wie viel Strom mit welcher Spannung unterwegs

2. Intelligente Möglichkeiten der Speicherung von Strom weiterentwickeln

3. Neuartige Spannungsregelung näher am Endverbraucher zur besseren Ausnutzung der bestehenden Netzkapazität

4. Zusätzliche Leitungen im Bereich der Mittelspannung, die wie Umgehungsstraßen funktionieren.

Diese Ansätze sind in Pilotregionen der Bundesrepublik, wie der Eifel, bereits erprobt und haben sich bewährt. Dr. Hammerschmidt ist zuversichtlich, dass weitere Regionen nachziehen, bis schließlich überall der Strom effizienter erzeugt, geliefert und abgerechnet werden kann.

Auch für Bargteheide ein interessanter Ansatz, wenn jetzt über eigene Stadtwerke und Windkraftanlagen, Einfluss genommen werden kann! Durch große Verbraucher in der Stadtregion sind ebenfalls gute Voraussetzungen vorhanden.

Wer kennt ihn nicht aus dem Fernsehen, den engagierten Mahner vor einer Klimakatastrophe, der dabei immer noch einen Funken Hoffnung hat:  Mojib Latif, Meteorologe und Experte für Ozeanzirkulation und Klimadynamik.  Professor am Geomar in Kiel mit Wurzeln in Hamburg.

Auf Einladung der Initiative „Bürger für Klimaschutz in Bargteheide“ kommt Professor Latif am Freitag, 3. Februar,  20 Uhr, zu einem Vortrag ins Stadthaus (Am Markt 4):  „Nach uns die Sintflut? Herausforderung Klimawandel!“  lautet der Titel.

Die Veranstaltung beginnt bereits um 19.30 Uhr. Vorab wird Wolfgang Apel, Sprecher der Klima-Initiative,  die Arbeit des überparteilichen Bündnisses vorstellen.

Mojib Latif gehört zu Deutschlands Topklimaexperten. Er hat an  den Berichten des Weltklimarats 2001 und 2007 mitgeschrieben. Anhand von Modellen wurde dafür die mögliche Temperaturentwicklung bis zum Ende des Jahrhunderts errechnet. Wobei sowohl kurzfristige natürliche Klimaschwankungen als auch der langfristig von Menschen gemachte Erwärmungstrend eingerechnet wurde. Die Modelle sind nicht unumstritten.

Eindeutig sind dagegen die Veränderungen: Hitzewellen, Überschwemmungen, Starkregen, Orkane – „eine Naturkatastrophe kommt und geht. Sie ist schnell wieder vorbei und vergessen“, protokolliert Latif ernüchtert und kritisiert wie andere Experten auch die Untätigkeit der Politik im Kampf gegen den Klimawandel.  „Der CO2-Ausstoß ist in den vergangenen Jahren explodiert“, so Latif, und nicht einmal der Klimagipfel von Durban im Dezember 2011 habe die Welt im Kampf gegen die Erderwärmung vorangebracht.

Jetzt will er weg von der Verzichtsdebatte, weg von der Fokussierung auf ein CO2-Reduktionsziel. „Wir müssen die Chancen darstellen anstatt der Risiken“, sagt er. Letztendlich sei das Klimaproblem ein Energieproblem. „Wenn wir die Energiefrage lösen, lösen wir automatisch das Klimaproblem“, sagt Latif und setzt auf den schnellen Ausbau der erneuerbaren Energien.

RKastner

Nächstes Treffen am 28. November

Das nächste Treffen der Klimaschützer_innen findet statt am Montag, 28. November, 19.30 Uhr, Einstein (Am Markt)
Im kommenden Jahr, am Freitag, 3. Februar 2012, wird der Klimaforscher Mojib Latif auf Einladung der Klimaschutzinitiative einen Vortrag in Bargteheide halten. Wir müssen die Vorbereitung dafür planen. Weiteres Thema: Bürgersolar-Offensive in Bargteheide.

RKastner

Online-Portal zum Klimawandel

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) zeigt mit einem neuen Onlineportal die Klimaveränderungen der vergangenen und kommenden Jahrzehnte auf. Im „Klimaatlas“ seien die Daten des DWD sowie Prognosen grafisch aufbereitet und vergleichbar, sagte der Leiter der Abteilung Klimaüberwachung, Klaus-Jürgen Schreiber. Die Nutzer können Daten beispielsweise zu Temperatur, Regen und Vegetationsbeginn abrufen und mit Werten aus den vergangenen 130 Jahren abgleichen. Zudem sind 21 Prognosen renommierter Forschungsinstitute aus aller Welt in eine Simulation eingeflossen, mit der wahrscheinliche Klimaveränderungen bis zum Jahr 2100 abzulesen sind.

www.deutscher-klimaatlas.de

RKastner

Tipps zum Stöbern

Wer auf der Suche nach allgemeinen Informationen zu ökologischen Themen wie Energie, Rohstoffe, Ressourcen, Klima  …. ist, findet auf der Internetseite  http://www.agenda21-treffpunkt.de/daten/index.htm ein reichhaltiges Angebot mit Links zu Publikationen, Presseveröffentlichungen und Statistikquellen. Viel Spaß beim Stöbern.

Der Klimaforscher Prof. Hartmut Graßl hat am 1. Dezember 2010 auf Einladung der Initiative „Bürger für Klimaschutz in Bargteheide“ in der Stadt einen Vortrag gehalten:  „Globale Klimaänderung – Was bedeutet das für mich?“

Neben der Darstellung  wissenschaftlicher Erkenntnisse und politischer Prozesse bis hin zur  gerade tagenden UN-Klimakonferenz in Cancun,  hat der  Wissenschaftler zehn Anregungen  für den Klimaschutz in Bargteheide gegeben:

  1. Effektiven Klimaschutz leistet, wer Energie einspart und die Energieausnutzung erhöht (Energieeffizienz).  Beides minimiert den CO2-Ausstoß.
  2. Vor allem das Dämmen von Gebäuden hilft, den Wärmebedarf drastisch zu reduzieren.
  3. Heute verbrauchen 10% der am schlechtesten isolierten Wohngebäude mehr als 25% der Wärme aller Wohnhäuser.  (Dazu die Initiative: Trotz drastischer Einschnitte bei der Förderung von Dämm-Maßnahmen bleibt Dämmen wirtschaftlich attraktiv. Demnächst wird die Initiative dazu Beispiele veröffentlichen.)
  4. Zu einem Ökostrom-Anbieter wechseln, aber vorher recherchieren, wer wirklich Ökostrom anbietet und nicht dabei trickst.
  5. Bargteheide sollte anstreben, eine 100% -Erneuerbare- Energie- Stadt zu werden.  Die Stadt ist in einer günstigen Position – relativ klein mit 15.000 Einwohnern und es wird bereits eine gesellschaftlichen Debatte über den Klimaschutz geführt.
  6. Als erneuerbare Energiequellen kommen langfristig nur Sonne und Wind in Frage.
  7. Biogas ist lediglich eine Brückentechnologie.  Es ist von Vorteil, dass diese Energie zeitlich und räumlich immer verfügbar gemacht werden kann.  Problematisch ist, dass für eine Anlage von 1 Megawatt Leistung etwa 500 Hektar Land gebraucht werden.
  8. Tiefe Geothermie für Strom lohnt im Norden nicht. Der Untergrund ist nicht warm  genug.
  9. Bargteheide muss sich mit anderen Gemeinden vernetzen, die bereits im Klimaschutz aktiv sind. Ein Erfahrungsaustausch ist wichtig.
  10. Bargteheide braucht jemanden, der sich im Förderdschungel auskennt und die Maßnahmen des Bundes, der Länder, der EU und des Kreises durchforstet und Mittel in die Kommune holt.

Eine Randbemerkung, die Beachtung verdient: Das billigste Mittel CO2 zu binden ist das Bewässern von Mooren.

Am Mittwoch, dem 1. Dezember 2010, Vortrag des Klimaforschers Prof. Dr. Hartmut Graßl,  emeritierter Direktor des Max-Planck-Institutes für Meteorologie in Hamburg: „Globale Klimaänderung durch den Menschen – Was bedeutet das für mich?“  Graßl hat schon vor mehr als 30 Jahren die Schönauer Stromrebellen unterstützt. Ort: Bargteheide, Ganztagszentrum

Wer den Vortrag von Prof Hartmut Graßl verpasst hat, findet ihn hier in ähnlicher Art wieder. Mich hat er begeistert.Hier der Link:

http://www.kultur-des-friedens.de/dokumentation/videos/hartmut_grassl/

Und Prof Graßl zur Zukunft der Energieversorgung, die er nur solar für umweltverträglich hält:

http://wstreaming.zdf.de/3sat/veryhigh/091102_grassl_scobel.asx

Jens Peter