Archiv für die Kategorie 'Stormarn'

Die Ausstellung war klein, aber sympathisch. Durch die Stände wurden abgedeckt: Fördermöglichkeiten (Sparkasse), ein Innendämm-System mit Feuchtigkeitsregulierung, Schimmelvermeidung, Windenergie und eine neue, kompakte Art der Ölheizung. Ca. 30 Bürgerinnen und Bürger waren gekommen.

Der Vortrag wurde gehalten von einem Vertreter der ZEBAU GmbH (Zentrum für Energie, Bauen, Architektur und Umwelt, Hamburg, www.zebau.de) und zeigte in gut verständlicher Form die verschiedenen Möglichkeiten, CO2 und Energiekosten zu sparen, alles auf der Basis eines Einfamilienhauses von 1930, an dem noch nichts gemacht ist: Wärmedämmung Dach / Wände / Fenster, Türen / Zwischendecken, neue Heizung, Ausstattung mit erneuerbaren Energien, Austausch von Haushaltsgeräten und energiesparendes Verhalten. Das Verhältnis Investition vs. Einsparung wurde benannt.

An der Modernisierungskampagne beteiligt sind neben der ZEBAU die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein, der Regionalverband Umweltberatung Nord e.V., das IWO Institut für Wärme und Oeltechnik e.V., ein Architekturbüro Weyers, die Sparkasse Holstein und etliche Betriebe.

Am 30.11., 15:30 Uhr, gab es eine Folgeveranstaltung „Energie und Klimaschutz – Hohe Förderquoten für Kommunen – Förderinformationen für 2012 und erfolgreiche Antragsbeispiele“, ebenfalls im Kreissitzungssaal. Auf der Tagesordnung stand unter anderem ein Vortrag der Klimamanagerin der Stadt Bargteheide, Ulrike Lenz: „Klimaschutz (65%) und Modernisierung der Straßenbeleuchtung in Bargteheide“.

Die Veranstaltung kann von Kreisen und Städten gebucht werden. 2012 sind z.B. Norderstedt und Reinbek dran. Bargteheide ist eigentlich ein bisschen zu klein, aber bei rechtzeitiger Anmeldung würden sie wohl auch zu uns kommen.

Fazit: Gemessen an dem Aufwand, den eine solche Veranstaltung bedeutet, sind 30 Personen wenig. Es waren wohl nur die, die tatsächlich schon was planen. Wenn wir die Hausbesitzer von 0 auf Action mobilisieren wollen, sollten wir gut planen und mehrstufig dran gehen.

Am Sonnabend, dem 30. April 2011, fand der diesjährige Stormarner Klimatag bei uns in Bargteheide statt. Unter der Leitung von Wolfgang Apel und Isa Reher, der Klimaschutzbeauftragten des Kreises Stormarn, fuhren 37 Interessierte auf einer „ökologischen Fahrradtour“ durch Bargteheide und Umgebung.

Vier Ziele wurden besucht: Zuerst ein mittelgroßes Blockheizkraftwerk (BHKW), das das Freizeitzentrum Lohe mit Strom und Wärme versorgt.

Danach ein noch in der Entwicklung befindliches Mini-BHKW für ein Einfamilienhaus, das von der Bargteheider Firma Bergmann betrieben wird. Das ebenfalls gasgetriebene Gerät stammt arbeitet mit einem heliumgekühlten, rundum verschlossenen Stirling-Motor.

Anschließend bestaunten wir eine privat errichtete Photovoltaikanlage auf dem Dach eines Carports. Obwohl die Neigung ungünstig ist und ein daneben stehender Baum rund ein Viertel der Sonnenenergie abfängt, produziert die Anlage immer noch mehr Energie, als im Haus verbraucht wird.

Anschließend fuhren wir noch bei wunderschönem Sonnenwetter nach Timmerhorn, wo ein Altbau durch die Handwerker-Gemeinschaft GmbH zu einem Passivhaus saniert wurde. Selbst die Energie des Kaminfeuers entfleucht nicht einfach durch den Schornstein, sondern wird zur Warmwasseraufbereitung genutzt.

Insgesamt eine sehr anregende, vielseitige und bestimmt auch gesunde Veranstaltung!

Oldesloer Grünschnack zur „100%-Stadt“

mit Bürgermeister Tassilo von Bary am Dientag, 7. Dezember, 20 Uhr, im Restaurant Artemis, Bahnhofstraße 6, 23843 Bad Oldesloe

Jeder Bürger muss jeden Tag einen Baum pflanzen… Oder: Wie nehmen wir Bürger und Betriebe mit auf dem Weg in die CO2-freie Zukunft?

Das integrierte Klimaschutzkonzept für die Stadt Bad Oldesloe ist gerade von den Gutachtern fertig gestellt worden und soll am 15. Dezember in der öffentlichen Sizung der Stadtverordnetenversammlung verabschiedet werden.

Das Konzept betrachtet den Energieverbrauch in den beiden Sektoren Strom und Wärme und gibt Zielmarken für das Jahr 2020 vor.

Im Bereich Strom ist es im optimalen Falle denkbar, dass sich die Stadt Bad Oldesloe bis 2020 vom Stromverbraucher zum Stromerzeuger entwickelt. Die Kohlendioxid-(CO2)-Bilanz wird sich dann von 2,1 Tonnen pro Kopf auf 0,4 Tonnen reduzieren. Zur Erläuterung: Um 2,1 Tonnen CO2 zu binden, müsste man 168 Bäume pflanzen – für jeden Einzelnen unserer 24000 Bürger(innen)! Die genannte Reduktion gelingt durch den Einsatz effizienterer Elektrogeräte und durch Nutzung erneuerbarer Energieerzeugung, also ohne Komfortverluste! Würde man bis 2020 in den stadteigenen Blockheizkraftwerken von Erdgas auf Biogas umstellen, ließe sich sogar eine vollständig 100%-CO2-freie Stromerzeugung realisieren.

Im Bereich Wärme sind die Einspareffekte an CO2 bis 2020 nicht so groß (von 2,4 Tonnen pro Einwohner auf 1,0). Auch hier arbeitet man mit den beiden Faktoren Effizienzsteigerung und Eigenerzeugung (möglichst auch wieder regenerativ), aber solange Erdgas im Eigenheim- und im Nahwärmebereich eine Rolle spielt, ist dort nicht mehr an Einsparung klimaschädlicher Gase zu erwarten. Eine Bausatzung, die Passivhäuser bei Neubauten verlangen würde und ein komplettes Umstellen der Heizungen im Althausbestand auf Holz-Pellets, Biogas oder Wärmepumpen ließe aber auch eine 100%-Stadt Wirklichkeit werden.

Bürgerbeteiligung
Die hier genannten Ziele sind aber nur erreichbar, wenn alle Mitbürger mitmachen, d.h. ihre Altbauten wärmeisolieren, bei Neubauten gleich den höchsten Isolier-Standard wählen, sich an Bürgersolaranlagen beteiligen oder selbst welche einbauen. Auch die Oldesloer Industriebetriebe könnten ihren Energiebedarf regenerativ – und damit CO2-frei – decken.

Welche Möglichkeiten, den Bürger und die Bürgerin und auch die Betriebe hier mitzunehmen, sieht der Bürgermeister?
Das wollen wir gemeinsam mit Tassilo von Bary diskutieren und laden alle Oldesloer(innen) dazu ein! (Dr. Hartmut Jokisch, Grünen-Ortsverbands-Sprecher und Stadtverordneter)
http://www.gruene-bad-oldesloe.de

Am 27. November 2010 fand  von 11- 17 Uhr eine Regionale Klimakonferenz für den Kreis Stormarn in Bad Oldesloe statt.

Veranstalter waren u. a. das Klimabüro Küstenpower, der Kreis Stormarn und die AktivRegionen Alsterland, Holsteins Herz und Sachsenwald-Elbe.

Hier eine Zusammenfassung der Ergebnisse der Konferenz:

http://www.kreis-stormarn.de/aktuelles/pressemeldungen/show_entry.html?id=928

Um diese Themen ging es: 

  • Städte und Gemeinden der Zukunft – Klimaschutzkonzepte weisen den Weg
  • Energienetze der Zukunft – was müssen Energienetze aus regionaler Sicht zukünftig leisten
  • Energiequellen der Zukunft – Chancen und Grenzen Erneuerbarer Energien.

Die Teilnahme wurde von den AktivRegionen auch als Einstieg in die Projektgruppenarbeit „Neue Herausforderungen“ empfohlen (Healthcheck-Mittel), insbesondere im 3. Themenschwerpunkt.

Weitere Informationen:  Isa Reher,  Kreis Stormarn · Fachbereich Umwelt, Mommsenstraße 13 · 23843 Bad Oldesloe, Tel. 04531 ·160 637 / Fax ·160 77 637, e-mail: i.reher@kreis-stormarn.de

www.kreis-stormarn.de//kreis/fachbereiche/umwelt/klimaschutz.html