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Um neue Lösungen für die nachhaltige Nutzung erneuerbarer Energien geht es in einem Vortrag am Donnerstag, dem 7. November, um 19:30 Uhr im Stadthaus Bargteheide. Auf Einladung der Klimaschutz-Initiative Bargteheide stellt Dr. Torsten Hammerschmidt das Projekt „Zukunftsnetze/Smart Country“ vor.

Der Strom aus den vielen neu entstandenen Anlagen für regenerative Energie wie Photovoltaik, Wind oder Biogas stellt besondere Anforderungen an die Stromnetze. Wir brauchen nicht nur mehr Netzkapazität. Um die Spannungsschwankungen auszugleichen und um zu viel erzeugten Strom zu speichern, sind innovative Lösungen gefragt. Genau darum geht es in dem Projekt „Zukunftsnetze/Smart Country.

Unterschiedliche innovative Konzepte wurden geprüft; die aussichtsreichsten davon wurden in einem Demonstrations-„Smart-Grid“ in einer ländlichen Region in Rheinland-Pfalz aufgebaut und getestet:

  • Verstärkter Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnik
  • Stromspeicher auf der Basis von gespeichertem Rohbiogas
  • Spannungsregler in der Mittelspannung, an den Ortsnetzstationen und am Hausanschluss von Netzkunden
  • Neuartige Netzstrukturen, wie „Stromautobahnen“ in der Mittelspannung

„Smart Country“ wurde unter der Leitung von Dr. Hammerschmidt bei der RWE Deutschland AG durchgeführt. Auftraggeber ist das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie.

1. Stadtradeln

Das Ziel der diesjährigen Stadtradelaktion – mehr als 1000 Anmeldungen und mehr als 100 000 geradelte km – ist bereits vor Abschluss der Eingabefrist mit mehr als 200 000 gefahrenen Kilometer erreicht. Um insgesamt eine noch größere Akzeptanz und Motivation zu erreichen, wird für die Veranstaltung im nächsten Jahr vorgeschlagen:

  • Koordination der Teilnahmewochen mit Ahrensburg, Bad Oldesloe und Bargteheide
  • Gemeinsame Teilnahme von Bargteheide und Bargteheide Land
  • Wie in diesem Jahr Organisation einer Sternfahrt dieser Städte
  • Begleitende Berichte und Informationen durch Internetanimationen

2. Öffentliche Vorträge

In der Zeit zwischen 28.Oktober und 15. November wird es im Stadthaus einen Vortrag zum Thema – „Smart Country“ in Bargteheide – geben. Die Vorbereitungen hierzu soll auf dem nächsten Treffen der KlimaIni getroffen werden. Vielleicht können im Rahmen einer Pressenotiz kurz vor dem Veranstaltungstermin Quellen zu Beispielregionen genannt werden.  Ziel des Vortrags ist es eine Vorstellung davon zu erhalten,

  • was ein „Smart Country Konzept“ bedeutet
  • welche Elemente dazu gehören
  • wie man darin elektrische Fußbodenspeicherheizungen einbauen kann
  • wo die Probleme liegen
  • ….

Wolfgang hatte sich vorab bereit erklärt einen Vortragsraum bei der Stadt zu buchen.

3. Klimaschutzkonzept für Bargteheide

Im Rahmen des Klimaschutzkonzepts für Bargteheide soll im nächsten Jahr wieder ein Tag der Erneuerbaren Energien veranstaltet werden, an dessen Durchführung sich auch wieder die KlimaIni beteiligen will.

4. Nächstes Treffen

Mi., 16.10.2013, 19:30 Uhr im Utspann

116.000 Hamburgerinnen und Hamburger sind mit ihrer Unterschrift dafür eingetreten, dass die Stadt ihr Stromnetz von den Konzernen Vattenfall und E.on zurück kauft.

Vom 2. bis zum 22. Juni sammelte die Bürgerinitiative „Unser Hamburg unser Netz“ insgesamt 116.197 Unterschriften (mindestens notwendig waren 62.000). Unterstützt wurde die Initiative von zahlreichen Künstlern, Musikern, Schauspielern, Politikern und anderen Prominenten. Ziel: Hamburg soll den genannten Stromkonzernen ab 2015 den Stromnetzbetrieb wieder aus der Hand nehmen und außerdem ein zukunftsfähiges Energiekonzept entwickeln. Nach dem Erfolg der Unterschriftenaktion wird voraussichtlich bei der Bundestagswahl 2013 gleichzeitig ein Volksentscheid durchgeführt. Mehr dazu auf den Seiten der Bürgerinitiative.

Henning Voscherau unterschreibt

Henning Voscherau unterschreibt (Quelle: Website der Bürgerinitiative)

Zum Hintergrund: Vermutlich ist der Betrieb eines Stromnetzes allein nicht übermäßig profitabel. (Es sei denn, man lässt die Pflege und die Reparaturen verkümmern, aber das rächt sich dann ja auch irgendwann.) Viel wichtiger ist wahrscheinlich der Informationsgewinn. Der Stromnetz-Betreiber weiß genau, welcher Privathaushalt und welches Großunternehmen zu welcher Tages- und Jahreszeit wieviel Strom verbraucht und welche Stromanbieter (Konkurrenten) wann und wo ihren Strom hinleiten. So kann man dann gezielte Angebote machen oder für sich selbst günstigere Konditionen heraushandeln. Leider, leider sind die Stromnetz-Betreiber nicht verpflichtet, ihre Informationen detailliert offenzulegen. Daher weiß keine Kommune, die ihre Netzkonzession abgegeben hat, welchen Geldwert das Netz noch hat, wo es besonders reparaturbedürftig ist, wie und wann und wohin der Strom fließt.

So ist es auch bei uns in Bargteheide. Weil die Kommune nicht besonders viel von E.on erfährt, weiß sie auch nicht, ob das öffentliche Wohl der Stromversorgung bei ihrem Konzessionisten in guten Händen ist oder nicht. Möglicherweise ist E.on ja ein verlässlicher, umsichtiger Partner. Aber weil wir nicht raten wollen, sondern wissen, will die Klimainitiative erreichen, dass die Stadt ihr Stromnetz wieder selbst betreibt und somit vom E.on-Konzern unabhängig agieren kann.

Die energiepolitische Sprecherin der Grünen Bundestagsfraktion, Ingrid Nestle, kommt am Mittwoch, 18. Mai, um 19:30, auf Einladung des Grünen Kreisvorstands ins Ganztagszentrum nach Bargteheide.  Nestle plädiert dafür, dass die Elektrizitätsleitungen wieder von den Kommunen selbst verwaltet werden, wenn die Konzessionsverträge auslaufen.

In Bargteheide ist dies im Jahr 2014 der Fall.  Allerdings muss die Stadt schon zwei Jahre vorher – also 2012 –  öffentlich mitteilen, dass sie den Vertrag mit e.on Netz AG nicht automatisch verlängert.

Der Energie-Riese E.on erzeugt nicht nur (Atom)-Strom, sondern kassiert auch für den (teilweise grünen) Strom, der von anderen Anbietern durch die von ihm verwalteten Leitungen fließt. Für diese Leitungen hat er vor etwa 20 Jahren eine Konzession erworben (bzw. sein Vorgänger Schleswag).

Die Stadtwerke Bad Oldesloe haben ihr Netz behalten und sind mit Mölln und Ratzeburg zu den Vereinigten Stadtwerken VSG zusammengeschlossen. Das Netz in Großhansdorf wird jetzt ab 19. Juni 2011 von der VSG verwaltet. Stefan Kehl (grüner Ortsverband Großhansdorf): „Dann bleiben die Gewinne, die man mit dem Netz machen kann, in der Region!“ Auch Reinbek, Glinde und Oststeinbek haben die jahrelange Bindung an E.on aufgegeben und einen neuen Konzessionsvertrag mit dem E-Werk Reinbek abgeschlossen.

Doch es gibt viele weitere Gemeinden in Stormarn, die noch vor einer neuen Konzessionsvergabe stehen.

Neben Ingrid Nestle werden auch weitere Experten zu Wort kommen:
Marius Lembicz (Vereinigte Stadtwerke)
Olaf Beyer (Getec Kommunalpartner GmbH)
Dr. Perdelwitz (Verband der Schleswig-holsteinischen Energie-und Wasserwirtschaft VSHEW)

Die Kernthemen des Abends sind:
• Chancen und Risiken Rekommunalisierung für Gemeinden
• Lage in SH (welche Kommunen sind schon weg von eon bzw. bei der SH Netzgesellschaft von eon)?
• Grüne (Bundestagsfraktions-) Position Rekommunalisierung
• Gesetzentwurf §46 der Bundestagsfraktion
• Anstehende Änderungen Novelle EnergieWirtschaftsGesetz.

Ort: Bargteheide, Ganztagszentrum, Am Markt 2

Der Bargteheider Energieausschuss diskutiert über die Zukunft der Versorgungsnetze. Die Konzessionsverträge in Bargteheide für die Gas-, Strom- und Wassernetze laufen 2014 aus, bis dahin muss neu verhandelt werden. Stadtwerke, Verbund oder Verträge mit den bisherigen Monopolisten, das ist die Frage. Der Experte Dr. Claus-Michael Allmendinger spricht sich für Zusammenarbeit mit bestehenden Anbietern wie den Vereinigten Stadtwerken oder GAG aus, wenn die Stadt das Netz übernehmen will.  Den Sachwert der Versorgungsanlagen schätzt er auf gut drei Millionen Euro, der Betrag könnte auch durch Investoren oder einen Bürger-Fonds aufgebracht werden. Langfristig würde ein kommunalles Netz etwa 6,5 Prozent Rendite bringen, die Geldanlage wäre bei heutigen Zinsen also sehr attraktiv. Für eigene Stadtwerke sei Bargteheide zu klein. Ein Risiko ist die unklare Rechtslage bisher, was die Vertragsgestaltung angeht. Viele Fragen müssen hier noch gerichtlich gekärt werden. Auch Kartellamt und Bundesnetzagentur haben unterschiedliche Rechtsauffassungen.

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Der Vorsitzende des Energieausschusses, Hans-Werner Harmuth und Bürgermeister Dr. Henning Görtz leiteten die Sitzung am vergangenen Mittwochabend (19. 1. 2011).