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Anfang März haben Mitglieder unserer Initiative und des Ausschusses für Umwelt, Klima und Energie, vermittelt durch die Klimamanagerin Ulrike Lenz, ein Eisspeicherprojekt in Buxtehude (Niedersachsen) besucht. Anliegend der entsprechende Artikel im Buxtehuder Tageblatt: Buxtehuder Tageblatt, 11.3.2015

„Best practice Beispiele“ aus dem Bereich Nutzung regenerativer Energien, des solaren Bauens und der energetischen Sanierung: Besichtigen Sie dieses Jahr Bargteheider Privathaushalte, die ihr Wohnhaus energetisch saniert haben, informieren Sie sich über Solarthermie und Photovoltaik, über unterschiedliche Heizungsanlagen, verschiedenste Dämmstoffe, über Regenwassernutzung und Schwimmteiche! Lassen Sie sich außerdem die Besichtigung des Bargteheider Klärwerkes, das 85% seiner benötigten Energie selbst erzeugt nicht entgehen und besuchen Sie die Gärtnerei Jentsch, die eine Holzhackschnitzelheizung und die Regenwassernutzungsanlage betreibt.  Die Initiative „Bürger für Klimaschutz in Bargteheide“ und die Stadt Bargteheide organisieren diese Veranstaltung gemeinsam.

Bargteheider Bürger/innen öffnen am 20.04.2013 Ihre Türen und berichten über ihre Erfahrungen. Besichtigen Sie Holzhäuser, sanierte Siedlungshäuser, Massivbauten als Einzelhaus und als Reihenhaus. Informieren Sie sich bei den Hauseigentümern über die Unterschiede im Energieverbrauch vor und nach der energetischen Sanierung. Erfragen Sie Erfahrungen mit Förderungen und Krediten der KfW. Besichtigen Sie neue Holz und Kunststofffenster in 2- und 3-Scheiben Isolierglasausführung. Die breite Beteiligung von Privathaushalten ermöglicht Ihnen als Besucher/innen unabhängige Informationen aus erster Hand zu energetischer Sanierung und Nutzung erneuerbarer Energien.

Zu besichtigen sind:

  • Solarthermische Anlagen zur Warmwasser und zur Heizungsunterstützung
  • Photovoltaik-Anlagen
  • Dachdämmung mit verschiedenen Materialien
  • Dämmung der Außenfassade als Kerndämmung und mit Wärmedämmverbundsystemen
  • Holz und Kunststofffenster in 2- und 3-Scheiben Isolierglasausführung.
  • Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung
  • Zentrale Staubsaugeranlage mit Wärmerückgewinnung
  • Niedrigenergiehäuser
  • Blockheizkraftwerke
  • Geothermieanlagen
  • Holzheizungen und andere Biomassenutzungen
  • Regenwassernutzungen, Klärteich, Schwimmteich

Adressen in Bargteheide

  • 10.00h-14.00h: Familie Muntau, Neue Straße 26 (Bauart: Massivhaus, Anbau als Holzständerwerk , Baujahr: 1947 / 1995); zu besichtigen: Dachsanierung, Außenfassade Kerndämmung (Glas-Silikatgemisch) bzw.Wärmedämmverbundsystem; neue Fenster (3-Scheiben)
  • 13.00h-16.00h: Familie Dirk und Ines Kieling, Birkenweg 25 (Bauart: Massivhaus, Doppelhaushälfte, Baujahr: 1961); zu besichtigen: Sanierung 2010, Dachdämmung (Zellulose), Kerndämmung (Einblasdämmung aus mineralischem Granulat)
  • 14.00h – 16.00h: Familie Kerber, Schloßstr. 64 (Bauart: Endreihenhaus, Baujahr: 1982); zu besichtigen: Dach, Geschoßdecke mit Zellulose gedämmt, neue Kellerfenster (3 Scheiben Isolierglas)
  • 10.00h – 13.00h: Familie Wolfgang Apel, Theodor-Storm-Straße 3 (Bauart: Doppelhaushälfte, Massivbau, Baujahr: 1895); zu besichtigen: Saniert 2011 auf KfW 85 Standard im Dachbereich; Kerndämmung, neue Holzfenster, Photovoltaik, Solarthermie, Brennwertkessel, Regenwassernutzung seit 1993, Übersicht über Heizkosten vor/nach Sanierung vorhanden.
  • 10.00h – 13.00h: Familie Angelika Schildmeier, Theodor-Storm-Straße 4 (Bauart: Doppelhaushälfte, Massivbau, Baujahr: 1895); zu besichtigen: Saniert 2011 auf KfW 85 Standard im Dachbereich; Kerndämmung, neue Holzfenster, Photovoltaik, Solarthermie, Brennwertkessel, Regenwassernutzung seit 1993, Übersicht über Heizkosten vor/nach Sanierung vorhanden.
  • 10.00h – 16.00h: Familie Garling-Witt, Fichtenweg 5 (Bauart: Massivhaus, Einzelhaus, Baujahr: 2005); zu besichtigen: Niedrigenergiehaus mit Geothermieanlage (70m Bohrung), Holzheizung mit geschlossenem Kamin, Schwimmteich, Berechnung der Heizungsfirma wird im Verbrauch unterboten.
  • Führung 11.00h, Treffpunkt am Klärwerk: Kläranlage Bargteheide Abwasser Entsorgung GmbH, im Hollerbusch 8; zu besichtigen: 85% der benötiten Energie werden im Bargteheider Klärwerk selber erzeugt:Blockheizkraftwerke, Photovoltaikanlage, Ultraschallanlage zur Faulschlammaufbereitung
  • Führung um 13.00h, Treffpunkt im Eingangsbereich; Besichtigung 9.00h – 16.00h: Gärtnerei Jentsch Gartenbau und Floristik, Hamburger Straße 33; zu besichtigen: automatische Holzhackschnitzelheizung, Regenwassernutzung
  • 10.00h-16.00h: Familie Sönke Clar, Baumschulenstr.20 (Bauart: Massivbau, Einzelhaus, Baujahr: 1908); zu besichtigen: Sanierung auf Neubauniveau nach EnEV 2007, Kerndämmung mit SLS 20 Blähglasgranulat, Dämmung oberste Geschossdecke mit Zelluloseflocken, Innendämmung mit Holzständerwand und Zellulosedämmung, Solarthermie
  • 15.00h: Familie Jens-Peter Meier, Mittelweg 15 (neben Croquodil croques Laden) (Bauart: Mehrfamilienhaus mit 5 Wohnungen und Gewerbebetrieb, Baujahr: Altbau 1926 mit Neubau 1995); zu besichtigen: Dachdämmung, Kellerdeckendämmung, Fenster, Türen, Heizung neu (Brennwertkessel)

Adressen in Elmenhorst

  • 10.00h-12.00h: Familie Christine Runge, Bargteheider Strasse 19 (Bauart: Bungalow, aufgestockt, Baujahr: 1979); zu besichtigen: komplett saniert, umgebaut und aufgestockt 2010, Dachdämmung mit Zellulose und Hanf, Außenfassade mit Wärmedämmverbundsystem, neue Fenster, Lüftungssystem mit Wärmerückgewinnung, Heizung und Warmwasser über Solarthermie und Strom, zentrale Staubsauganlage mit Wärmerückgewinnung
  • 11.00h – 15.00h, : Familie Thorsten Karla, Bargteheider Straße 20 (Bauart: Einzelhaus, Holzfertighaus, Baujahr: 1980); zu besichtigen: Sanierung als Effizienzhaus 100 (EnEV 2009), Dachdämmung, neue Fenster ( Kunststoff, UG 0,7), Kellerdeckendämmung,, Solarthermie. Energieeinsparung durch Sanierung: 55%.

Adresse in Tremsbüttel

  • 12.00h – 16.00h: Familie Zeidler, Wiesenweg 27 (Bauart: Einzelhaus, Baujahr: 1900); zu besichtigen: Siedlerhaus von 1900, 2009 saniert als KfW 70 Haus, neue Fenster (Wärmeverbund, 3-fach Scheiben), Solarthermie, Pelletheizung, Übersicht über Heizkosten vor/nach Sanierung zum Mitnehmen vorhanden.

116.000 Hamburgerinnen und Hamburger sind mit ihrer Unterschrift dafür eingetreten, dass die Stadt ihr Stromnetz von den Konzernen Vattenfall und E.on zurück kauft.

Vom 2. bis zum 22. Juni sammelte die Bürgerinitiative „Unser Hamburg unser Netz“ insgesamt 116.197 Unterschriften (mindestens notwendig waren 62.000). Unterstützt wurde die Initiative von zahlreichen Künstlern, Musikern, Schauspielern, Politikern und anderen Prominenten. Ziel: Hamburg soll den genannten Stromkonzernen ab 2015 den Stromnetzbetrieb wieder aus der Hand nehmen und außerdem ein zukunftsfähiges Energiekonzept entwickeln. Nach dem Erfolg der Unterschriftenaktion wird voraussichtlich bei der Bundestagswahl 2013 gleichzeitig ein Volksentscheid durchgeführt. Mehr dazu auf den Seiten der Bürgerinitiative.

Henning Voscherau unterschreibt

Henning Voscherau unterschreibt (Quelle: Website der Bürgerinitiative)

Zum Hintergrund: Vermutlich ist der Betrieb eines Stromnetzes allein nicht übermäßig profitabel. (Es sei denn, man lässt die Pflege und die Reparaturen verkümmern, aber das rächt sich dann ja auch irgendwann.) Viel wichtiger ist wahrscheinlich der Informationsgewinn. Der Stromnetz-Betreiber weiß genau, welcher Privathaushalt und welches Großunternehmen zu welcher Tages- und Jahreszeit wieviel Strom verbraucht und welche Stromanbieter (Konkurrenten) wann und wo ihren Strom hinleiten. So kann man dann gezielte Angebote machen oder für sich selbst günstigere Konditionen heraushandeln. Leider, leider sind die Stromnetz-Betreiber nicht verpflichtet, ihre Informationen detailliert offenzulegen. Daher weiß keine Kommune, die ihre Netzkonzession abgegeben hat, welchen Geldwert das Netz noch hat, wo es besonders reparaturbedürftig ist, wie und wann und wohin der Strom fließt.

So ist es auch bei uns in Bargteheide. Weil die Kommune nicht besonders viel von E.on erfährt, weiß sie auch nicht, ob das öffentliche Wohl der Stromversorgung bei ihrem Konzessionisten in guten Händen ist oder nicht. Möglicherweise ist E.on ja ein verlässlicher, umsichtiger Partner. Aber weil wir nicht raten wollen, sondern wissen, will die Klimainitiative erreichen, dass die Stadt ihr Stromnetz wieder selbst betreibt und somit vom E.on-Konzern unabhängig agieren kann.

Am Sonnabend, dem 30. April 2011, fand der diesjährige Stormarner Klimatag bei uns in Bargteheide statt. Unter der Leitung von Wolfgang Apel und Isa Reher, der Klimaschutzbeauftragten des Kreises Stormarn, fuhren 37 Interessierte auf einer „ökologischen Fahrradtour“ durch Bargteheide und Umgebung.

Vier Ziele wurden besucht: Zuerst ein mittelgroßes Blockheizkraftwerk (BHKW), das das Freizeitzentrum Lohe mit Strom und Wärme versorgt.

Danach ein noch in der Entwicklung befindliches Mini-BHKW für ein Einfamilienhaus, das von der Bargteheider Firma Bergmann betrieben wird. Das ebenfalls gasgetriebene Gerät stammt arbeitet mit einem heliumgekühlten, rundum verschlossenen Stirling-Motor.

Anschließend bestaunten wir eine privat errichtete Photovoltaikanlage auf dem Dach eines Carports. Obwohl die Neigung ungünstig ist und ein daneben stehender Baum rund ein Viertel der Sonnenenergie abfängt, produziert die Anlage immer noch mehr Energie, als im Haus verbraucht wird.

Anschließend fuhren wir noch bei wunderschönem Sonnenwetter nach Timmerhorn, wo ein Altbau durch die Handwerker-Gemeinschaft GmbH zu einem Passivhaus saniert wurde. Selbst die Energie des Kaminfeuers entfleucht nicht einfach durch den Schornstein, sondern wird zur Warmwasseraufbereitung genutzt.

Insgesamt eine sehr anregende, vielseitige und bestimmt auch gesunde Veranstaltung!

Oldesloer Grünschnack zur „100%-Stadt“

mit Bürgermeister Tassilo von Bary am Dientag, 7. Dezember, 20 Uhr, im Restaurant Artemis, Bahnhofstraße 6, 23843 Bad Oldesloe

Jeder Bürger muss jeden Tag einen Baum pflanzen… Oder: Wie nehmen wir Bürger und Betriebe mit auf dem Weg in die CO2-freie Zukunft?

Das integrierte Klimaschutzkonzept für die Stadt Bad Oldesloe ist gerade von den Gutachtern fertig gestellt worden und soll am 15. Dezember in der öffentlichen Sizung der Stadtverordnetenversammlung verabschiedet werden.

Das Konzept betrachtet den Energieverbrauch in den beiden Sektoren Strom und Wärme und gibt Zielmarken für das Jahr 2020 vor.

Im Bereich Strom ist es im optimalen Falle denkbar, dass sich die Stadt Bad Oldesloe bis 2020 vom Stromverbraucher zum Stromerzeuger entwickelt. Die Kohlendioxid-(CO2)-Bilanz wird sich dann von 2,1 Tonnen pro Kopf auf 0,4 Tonnen reduzieren. Zur Erläuterung: Um 2,1 Tonnen CO2 zu binden, müsste man 168 Bäume pflanzen – für jeden Einzelnen unserer 24000 Bürger(innen)! Die genannte Reduktion gelingt durch den Einsatz effizienterer Elektrogeräte und durch Nutzung erneuerbarer Energieerzeugung, also ohne Komfortverluste! Würde man bis 2020 in den stadteigenen Blockheizkraftwerken von Erdgas auf Biogas umstellen, ließe sich sogar eine vollständig 100%-CO2-freie Stromerzeugung realisieren.

Im Bereich Wärme sind die Einspareffekte an CO2 bis 2020 nicht so groß (von 2,4 Tonnen pro Einwohner auf 1,0). Auch hier arbeitet man mit den beiden Faktoren Effizienzsteigerung und Eigenerzeugung (möglichst auch wieder regenerativ), aber solange Erdgas im Eigenheim- und im Nahwärmebereich eine Rolle spielt, ist dort nicht mehr an Einsparung klimaschädlicher Gase zu erwarten. Eine Bausatzung, die Passivhäuser bei Neubauten verlangen würde und ein komplettes Umstellen der Heizungen im Althausbestand auf Holz-Pellets, Biogas oder Wärmepumpen ließe aber auch eine 100%-Stadt Wirklichkeit werden.

Bürgerbeteiligung
Die hier genannten Ziele sind aber nur erreichbar, wenn alle Mitbürger mitmachen, d.h. ihre Altbauten wärmeisolieren, bei Neubauten gleich den höchsten Isolier-Standard wählen, sich an Bürgersolaranlagen beteiligen oder selbst welche einbauen. Auch die Oldesloer Industriebetriebe könnten ihren Energiebedarf regenerativ – und damit CO2-frei – decken.

Welche Möglichkeiten, den Bürger und die Bürgerin und auch die Betriebe hier mitzunehmen, sieht der Bürgermeister?
Das wollen wir gemeinsam mit Tassilo von Bary diskutieren und laden alle Oldesloer(innen) dazu ein! (Dr. Hartmut Jokisch, Grünen-Ortsverbands-Sprecher und Stadtverordneter)
http://www.gruene-bad-oldesloe.de

RKastner

Nordelbische Kirche

„Kirche für Klima“ – die Klimakampagne der Nordelbischen Kirche wurde im Juni 2010 gestartet. Auch die Nordelbische Kirche unter Leitung von Pastor Jan Christensen in Kiel  arbeitet zur Zeit an einem Antrag für ein integriertes Klimaschutzkonzept. Unterstützt wird sie dabei von der Universität Flensburg (Prof. Olav Hohmeyer).

Für die Nordelbische Kirche mit ihren rund 600 Gemeinden und 11 Kirchenkreisen zwischen Hamburg-Harburg und Flensburg gibt es andere Strukturen und Akteure als in den Kommunen. Für die Kirche sind diese drei Bereiche relevant:

– Immobilien

– Mobilität

– Beschaffung

Eine Arbeitsgruppe sammelt gerade soviel Daten wie möglich. Der Antrag soll zum 1. Januar 2011 im Projektzentrum Jülich eingereicht werden. Die Kirche hofft auf die 60 Prozent Förderung. Die Kosten für das Konzept veranschlagt Pastor Christensen mit 100.000 bis 120.000 Euro.

www.kirchefuerklima.de

RKastner

Lübeck

Auf Antrag der CDU hatte die Lübecker Bürgerschaft im März 2009 beschlossen, ein integriertes Klimaschutzkonzept für die Hansestadt  in Auftrag zu geben. Es wurde dann von der Firma URS Deutschland GmbH Hamburg erarbeitet und im Mai 2010 vorgelegt. Der Finalbericht befindet sich zur Zeit (Ende September) noch in der städtischen Abstimmung.

Die Bürgerschaft sah die Erstellung eines umfassenden Klimaschutzkonzepts vor, das Klimaschutzziele für stadteeigene Gebäude, Privathaushalte, Gewerbe, Industrie und Verkehr festlegen und entsprechende Maßnahmen entwickeln sollte.

Zehn Prozent weniger CO2-Emissionen gegenüber 2006 sollten erreicht werden, das entspricht 180.000 t pro Jahr. Das vorliegende Konzept zeigt, dass dieses Ziel erreichbar ist und sogar noch übertroffen werden kann.

Vor allem geht es in Lübeck darum, eine Klimaschutzleitstelle (zu 80% vom Bund gefördert) einzurichten. Von dort aus sollen alle bereits vorhandenen großen und kleinen Konzepte zur Umsetzung gebracht werden.  Die Klimaschutzleitstelle soll fachbereichsübergreifend arbeiten und auf Kompetenzen in der Bauverwaltung zurückkgreifen

Die Kosten von 50.000 Euro trägt der Bund zu 80 Prozent. Lübeck bezahlt 10.000 Euro.

Das Lübecker integrierte Klimaschutzkonzept ist – verglichen etwa mit dem Ratekauer Konzept  – sehr preiswert. Entsprechend oberflächlich und teils allgemein sind die zusammengetragenen Daten. Mehr Detailtiefe kostet auch mehr.

Der Beschluss der Bürgerschaft sah auch vor, dass das Klimaschutzkonzept die Verpflichtung der Stadt zu regionaler Zusammenarbeit und Abstimmung mit ihren Nachbarn, insbesondere mit der Freien und Hansestadt Hamburg, enthält.

http://umweltschutz.luebeck.de/files/Hauptdokument_Klimaschutzkonzept_Final_mn_Mai_10.pdf

RKastner

Bad Oldesloe

Als erste Kommune im Kreis Stormarn hat die Stadt Bad Oldesloe Anfang 2010 ein Klimaschutzkonzept in Auftrag gegeben – nach einem Beschluss der Stadtverordnetenversammlung. Das Gutachten wird von der Energiemanufaktur Nord erstellt, es kostet 96.000 Euro. 80 Prozent bekommt die Stadt als Zuschuss. 

Das Klimaschutzkonzept setzt sich folgende Ziele:

  • Energie sparen
  • die Energie effizienter nutzen
  • den Anteil erneuerbarer Energien ausbauen.

Die Arbeit an dem Konzept steht jetzt im September kurz vor dem Abschluss. Ein überraschendes Ergebnis ist etwa, dass die Stadt ihren Energiebedarf zu 100 Prozent selbst produzieren könnte. 

Vom kommenden Jahr an soll dann ein Klimaschutzbeauftragter die Umsetzung des Konzeptes begleiten.  Auch seine  Planstelle wird für drei Jahre  mit 80 Prozent bezuschusst.

Mehr Infos: www.badoldesloe.de,  , dann auf Stadtumbau + Klimaschutz gehen

Übrigens hat der Kreis Stormarn bereits seit 1996 ein Klimaschutzkonzept. Dessen zweite Fortschreibung wurde am 11. Dezember 2009 beschlossen.  Verfasser sind die Wirtschaftsingenieurin Isa Reher (Klimaschutz und Umweltinformation), der Diplom-Physiker Wilfried Janson (Fachbereich Umwelt) und der Diplom-Ingenieur Hans Gerd-Eissing (Fachbereichsleiter) 

http://www.kreis-stormarn.de/lvw/forms/6/69/Klimakonzept2009.pdf

RKastner

Ratekau

Wer wissen möchte, wie ein Klimaschutzkonzept aussieht, sollte sich das Konzept der Gemeinde Ratekau (16.000 Einwohner) ansehen.

Es wurde im März 2009 bei der Energieagentur SH in Auftrag gegeben, im Mai 2010 fertiggestellt. Kosten 95.000 Euro, zu 80 Prozent (!) vom Bund finanziert. Die waren clever.

Gut erkennbar ist, wie so ein Konzept auf die spezifischen Fragen dieser Gemeinde abgestimmt ist. Die Kommunalpolitik hat vorgegeben, was zu erarbeiten ist. Es wird also keineswegs „das Heft des Handelns aus der Hand gegeben“, wie von manchen in Bargteheide gerne behauptet wird.

Außerdem hat Ratekau im Zuge dieses Konzeptes auch die Frage eigenes Stadtwerk/Rückkauf der Netze geklärt – als Teilprojekt, das die Gemeinde 3000 Euro gekostet hat. Ratekau wird sich mit den Stadtwerken Lübeck zusammentun. „Wir sind durch, während andere Gemeinden noch nicht einmal angefangen haben“, freut sich Bürgermeister Thomas Keller (parteilos).

Anhang: Das Klimakonzept von Ratekau 2010 (PDF, 5 MB)

Link zur Website von Ratekau

TFischer

„Die vierte Revolution“

Von Carl-A. Fechner stammt der Film „Die 4. Revolution – Energy Autonomy“. Am 18. März 2010 kommt er in die Kinos, am Sonntag, dem 2. Mai 2010, nach Bargteheide! Am 2.5. findet um 12 Uhr im Cinema Paradiso (Hamburger Str. 3) eine Matinee statt. Eintritt: 5 Euro.

Der Film zeigt an beispielhaften Projekten in zehn Ländern, wie die Energieversorgung zu 100 Prozent aus erneuerbaren Quellen gespeist werden kann. Für Bürohäuser, Autofabriken, Haushalte und irgendwann einmal für die ganze Welt – eine mitreißende Vision.

Hier geht es zur Website zum Film.